Glaubenssache | Last Update: 7. Dez. 2009

Wärend die ökonomischen Seiten bereit sind für die Globalisierung, streitet man sich im Religiösen Trakt noch um die Gebietseinteilung...

Mit einer riesigen Werbekampagne hat die SVP die Anti-Minarett-Initiative durchgerungen, und dadurch eine heftige Diskussion ausgelöst.

Vielleicht sollte man sich vor Augen führen, dass wahrscheinlich nicht der Bau von Türmchen das Problem war - neeee!
Es fand einfach kein Dialog statt! Und die ganzen Storys um den 11. September und Co. haben unser Bild vom Islam verzerrt und verschandelt. Tagtägliche Auseinandersetzungen mit "Ausländerkindern" wirken auf jede Einzelne Person im Kollektiv als negative Erfahrung. Der Islam wird als "ausländisch" angesehen und dementsprechend als ein Ursprung der verknorzten Situation.
Man hätte ganz einfach miteinander reden sollen....

Hagen Rether - ein Kabarethist aus Deutschland - findet immerwieder die passenden Worte für kritische Themen und regt zum Denken an...

Religionswerbung?!?!

Wem sind sie noch nicht aufgefallen, die penetranten "Gotteswerbungen"?
Weisser Hintergrund und rote Schrift - Man könnte meinen es sei von einem ZombieGirl CD-Cover die Rede - so präsentiert sich "Gottes neue Werbekampagne":

Aus reiner Neugierde bin ich der Internetadresse gefolgt.
Auf der Seite der sogenannten "Piusbruderschaft Distrikt Schweiz" wird dann auch als erstes auf die Kampagne aufmerksam gemacht - zusammen mit der Begründung dies sei eine Antwort auf die "öffentliche Gottesleugnung" einer "riesigen Atheistenvereinigung", welche sich bei uns in der Schweiz als "Freidenker" bezeichnen.

Weiter findet man auf der Seite der Piusbruderschaft verschiedene Rundbriefe - welche mich erlich gesagt schon ziemlich nachdenklich stimmten - und andere Links. Unter anderem auch die der Piusbruderschaft Distrikt Deutschland, welche sehr aufschlussreich ist. Ja, man braucht wirklich nicht lange zu suchen um heraus zu finden, dass sich in diesem Club ausschliesslich die Extremisten unter den Christen (räusper - Katholiken), also so quasi die "Islamisten des Christentums" wirklich wohl fühlen können....
Ein paar Klicks, und ich fand schon ziemlich Hit-verdächtige Artikel auf der Seite:

1. Der Rockstar unter den wirklich, wirklich "Gläubigen" - Die Pilgermadonna!

2. Bischof der Piusbruderschaft., Richard Williamson, dem - zum glück! - die Volksverhetzung kaum nach zu weisen ist....

3. Die katholische Lehre vom Fegefeuer

Randbemerkung: Die Vorhölle (auch Fegefeuer genannt) wurde im April 2007 vom Papst Ratzinger abgeschafft... Artikel zum Thema

Fazit: Es wäre mal Zeit für eine Gottes-Verbindung (z.B. Unitet Gods of the Earth - UGE), dann könnte man viele Probleme aus der Welt schaffen.... ;-)

Illegalisierung bestimmter Kartoffelsorten auf Druck der EU*!!!

Jawohl, Sie haben richtig gelesen. Zwar formuliert es die ProSpeciesRara in Ihrer Kampagne "Vielfallt für alle" etwas diplomatischer, doch wenn man Klartext liest, bückt sich unsere Regierung wiedereinmal vor der EU* - und zwar gaaaaanz tief.

Im Grunde genommen geht es "nur" um eine strengere Umsetzung der "Saat- und Pflanzgut- Verordnung des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements (EVD)", speziell den Art. 29 Lokalsorten.

Bis heute vertraten die Schweizer Behörden bei der Interpretation des Art. 29 eine liberale Haltung und stellten bei der Umsetzung der Verordnung eher die Erhaltung, Förderung und Verfügbarkeit der Vielfalt beim Saatgutangebot in den Vordergrund, und gingen daher auch nicht auf die Gruppe der traditionellen Handelssorten ein.

Laut ProSpeciesRara gab es auch keinen direkten Handlungsbedarf, da alle Handelspartner die gesetzlichen Bedingungen (z.B. Garantie der Sortenechtheit, Sauberkeit, Gesundheit und Keimfähigkeit) des gehandelten Saatgutes eingehalten haben.

Die neue Haltung der Schweizer Behörden sei eine Reaktion auf das überarbeitete EU-Saatgutverkehrsgesetz (Link führt zu Bericht der europäischen SaveOurSeeds - Organisation), welches das Inverkehrbringen von Saatgut im EU-Raum weit restriktiver handhabt als bisher in der Schweiz üblich.

Das heisst, bis anhin durften in der Schweiz zur Erhaltung der Artenvielfallt Lokalsorten, Landsorten und traditionelle alte Handelssorten vermehrt und in Umlauf gebracht werden, auch wenn diese die Kriterien (weiter unten) zum Teil nicht erfüllten.

Wenn die Schweiz das EU-Recht übernimmt, dann gibt es gemäss ProSpeciesRara nur noch die Möglichkeit, Sorten, die in die Kategorie Lokal- oder Landsorte fallen, auf eine spezielle Liste für "Erhaltungssorten" zu setzen. Also keine alten Handelssorten mehr.

Zu ergänzen ist, dass die Schweiz streng genommen allerdings nur über eine einzige in der Schweiz gezüchtete und in der Schweiz zugelassene Sorte verfügt: Die Blaue St. Galler. Diese Sorte ist interessanterweise das Resultat einer Kreuzung aus zwei ProSpeciesRara-Sorten, die zuvor dank der bisher liberalen Haltung der Behörden von ProSpeciesRara und ihren Sortenbetreuer/ -innen in den letzten 26 Jahren erhalten werden durfte.

Neben den Sorten die auf der Liste für "Erhaltungssorten" (bei jedem Land unterschiedlich) stehen, dürfen dann nur noch Sorten die in einem Land des EU-Raumes angemeldet sind vervielfacht und gehandelt werden.
Um eine Sorte an zu melden, muss diese die sogenannten DUS - Kriterien erfüllen:
D steht für "different = unterscheidbar" - Die Sorte muss sich von allen anderen bereits angemeldeten Sorten unterscheiden.
U steht für "uniform = einheitlich" - Die Sorte muss einheitlich sein.
S steht für "stable = stabil" - Die Sorte muss über Generationen hinweg ihre sortentypischen Merkmale beibehalten.

Der monopolisierende Nebeneffekt entsteht alleine schon durch diese Kriterien: Denn die meisten der alten Sorten können vor allem bei der Einheitlichkeit diese Kriterien nicht einhalten.
Hybridsorten dagegen schon!

Anektote zu den Hybridsorten, übernommen aus Wikipedia:
Die Verwendung von Hybriden hat für den Landwirt den Nachteil, dass Nachkommen von Hybriden deutlich an Fruchtbarkeit verlieren. Beim Anbau von aus Hybriden erzeugtem Saatgut kommt es beispielsweise bei Mais zu Ertragsreduktionen von etwa 30%. Der übliche Saatgutpreis beträgt nur ein Teil dieser Ertragseinbuße, weshalb sich der jährliche Saatgutzukauf aus betriebswirtschaftlicher Sicht lohnt.

Mit dieser Gesetzgebung könnten unsere Bauern also von Saatgutanbietern (grössere Firmen) abhängig werden!

Quellenangabe:
- http://www.prospecierara.ch
- http://www.vielfalt-fuer-alle.ch
- http://www.admin.ch
- http://www.saveourseeds.org
- http://de.wikipedia.org

* kay.ch möchte darauf hinweisen, dass mit der "EU" nicht die europäische Bevölkerung oder Mentalität gemeint ist, sondern die Regierungen.

Ferien vorbei, und schonwieder krank! - Schweinegrippe?!

Tja, wenn man heute sagt, man sei krank, so verstehen die Meisten: "Ich habe die Schweinegrippe"

Und was Schweinegrippe heisst, das wissen ebenfalls alle: TOD UND VERDERBEN!
Bisher hat mich dieses Thema sowieso nicht tangiert - nun holte ich mir den Rat der Hartcore-Elite-Anti-Grippe-Organisation, oder einfach BAG. Auf www.pandemia.ch findet man alle wichtigen Informationen zum Thema. Oder?

Nun, für mich macht die Seite noch immer einen ziemlich übertriebenen Eindruck. Dazu kommt noch etwas:
Auf der Seite wird vermehrt darauf hingewiesen, dass man bei "Grippe-Symptomen" nicht zur Arbeit / Schule gehen soll.
Wäre das nicht selbstverständlich? Offenbar nicht. Und wenn man die Arbeitswelt mal realistisch betrachtet, sieht man das auch...

 
 
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